Zielzustände

Der Zustand eines (Produktions-) Prozesses beinhaltet:

  • Prozessschritte, Sequenz und Zeiten
  • Prozesseigenschaften: Anzahl der Mitarbeiter, Anzahl der Schichten, Losgröße, Umrüstzeiten,...
  • Prozesskennzahlen: um den Zustand des Prozesses in kurzen Zeitinkrementen zu prüfen, in real time, Beispiel Zykluszeit, Bearbeitungszeit.

Es macht einen großen Unterschied, ob man vor einer Produktionsanlage steht und sich - ohne Zielzustand - überlegt: wir könnten die Rüstzeit verkürzen, besser organisieren, Verschwendung suchen,... - oder (nun mit Zielzustand) definiert: an diesem bestimmten Punkt der Anlage muss alle 20 Sekunden ein Teil vorbeikommen, damit der Prozess das gewünschte Ergebnis erzielt. In der Folge frägt man sich: was hält uns davon ab, dass alle 20 Sek. ein Teil diese Stelle passiert? Es ist leicht zu sehen, dass das ganz unterschiedliche Ansätze sind! Der mit Zielzuständen ist in der Regel der erfolgreichere....

Um Zielzustände zu erreichen, sind 5 Fragen zu stellen:

1. was ist der Zielzustand? (die Herausforderung)

2. wie ist der jetzige Zustand?

3. welche Hindernisse halten uns aktuell davon ab, den Zielzustand zu erreichen? Welches eine davon gehen wir jetzt an?

4. was ist der eine nächste Schritt? (Start des nächsten PDCA-Zyklus)

5. wann können wir uns vor Ort ansehen, was wir aus diesem Schritt gelernt haben?

Für den Erfolg entscheidend ist

  • das konsequente Arbeiten mit den 5 Fragen und das Einübern dieser Routine ("Kata") - das trainieren wir auch in einem firmeninternen Seminar (fragen Sie einfach danach!)
  • das machen des 1. Schrittes - damit beginnt der Lernprozess, das Sammeln von Erfahrungen
  • das Begreifen der Situation - dem tiefen Verstehen der Verhältnisse, die zu Problemen geführt haben. Wenn die Lösung für ein Problem noch nicht offensichtlich ist, dann heißt das, dass wir die Situation noch nicht ausreichend verstanden haben!
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