Vernetztes Denken und Handeln
Die Schlagworte „Globalisierung“ und „Internet“ zeigen es deutlich auf: unsere Welt ist ein vernetztes System, die Unternehmen darin sind in sich vielfach vernetzte Systeme. Einer der erfolgreichsten Ansätze in der Analyse und Gestaltung komplexer Systeme, wie sie Unternehmen darstellen, ist das vernetzte, systemische Denken und Handeln. Man spricht auch vom kybernetischen Systemansatz.
Dieser Ansatz hilft komplexe Fragestellungen gezielt zu analysieren und überschaubar zu machen. Es zeigt u.a. auf:
- welche Einflussgrößen sich zum Steuern eignen und großen Einfluss auf die gewünschte Entwicklung haben
- welche Steuerungshebel zwar auf den ersten Blick große Wirkungen versprechen, jedoch im Endeffekt nicht zielführend sind
- von welchen Ansatzpunkten man besser Abstand nimmt, da ihre Wirkungen im System zu komplex, und daher nicht mehr vorhersehbar sind
- Mit dem vernetzten Denken wird es möglich, Dynamik, Stabilität und Steuerbarkeit des Gesamtsystems zu beschreiben, Eigendynamiken zu erkennen und Strategien zu simulieren. Fehlentscheidungen können so vermieden, Risiken reduziert und die Erfolgswahrscheinlichkeit gesteigert werden.
Zusammenhänge zwischen den wirksamen Faktoren werden u.a. in Form von Wirkungsnetzen dargestellt, im Beispiel unten für eine logistische Kette.
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Die Einsatzgebiete der vernetzt-systemischen Methode sind vielfältig :
Entscheidend ist bei der Anwendung der Methode, dass die richtigen Instrumente zur Verfügung stehen und sachgerecht angewendet werden.
Literaturtipp:Probst G.J.B., Gomez P. (1993): Vernetztes Denken. (Viele Fallbeispiele aus der Praxis)