Regelwerke

...und Standards für Managementsysteme

ISO9001 Die EN ISO 9000 ff., umgangssprachlich ISO 9000 genannt, ist ein umfangreiches Werk bestehend aus Leitfäden, Normen, Begriffen, und QM-Modellen.
Das wohl bekannteste Normenwerk ist die EN ISO 9001.
Diese EN ist eine Darlegungsnorm für ein Qualitätsmanagementsystem.
Nach diesen Normen können sich Unternehmen durch einen Dritten zertifizieren lassen.
EFQM Die European Foundation of Quality Management (EFQM) ist eine europäische Organisation mit Sitz in Brüssel, die das sogenannte EFQM-Modell ins Leben gerufen hat.
Das EFQM Modell kennt 9 Hauptkriterien und eine unterschiedliche Anzahl von Unterkriterien und verlangt von den Organisationen, die eigenen Leistungen im Hinblick auf die einzelnen Kriterien systematisch zu messen.
Nach diesem Modell können sich Organisationen wiederkehrend selbst bewerten, inwieweit sie ‚Total Quality Management (TQM)‘ oder synonym ‚Excellence‘ umgesetzt haben.
Das EFQM Modell setzt also auf Selbstüberprüfung im Gegensatz zur Fremdüberprüfung durch einen Zertifizierer, wie das momentan noch bei allen Managementnormen üblich ist.
Wir helfen Unternehmen, dieses Modell einzuführen, an die Unternehmensrealität anzupassen und unterstützen sie dabei, Ansätze zur systematischen Messung ihrer Leistungen zu finden und daraus Kennzahlensysteme zu entwickeln.
TQM Total Quality Management (TQM) ist ein Begriff, der nicht eindeutig zu definieren ist.
Im allgemeinen wird darunter ein ganzheitlicher Management-Ansatz verstanden, der alle Tätigkeiten eines Unternehmens unter dem Aspekt der Kunden- und Mitarbeiterorientierung betrachtet und streng prozessorientiert ist.
TQM ist demnach kein Standardprodukt, sondern hängt vom jeweiligen Unternehmen ab.
TQM muss vor allem in der Führungsetage des Unternehmens vorgelebt werden, sonst ist der Ansatz zum Scheitern verurteilt.
Ein konsequenter Ansatz zur Einführung von TQM in einer Organisation ist das EFQM-Modell.
QS 9000 Die QS 9000 ist eine Qualitätsmanagementnorm für Automobilzulieferer und deren Unterlieferanten.
Sie wird von den drei Automobilherstellern Chrysler, Ford und General Motors gefordert (siehe auch TS 16949).
VDA 6 Die VDA 6.1 ist eine Qualitätsmanagementnorm für Automobilzulieferer und deren Unterlieferanten.
Sie wird hauptsächlich von den deutschen Automobilherstellern gefordert (siehe auch TS 16949).
TS 16949 Die TS 16949 ist eine Qualitätsmanagementnorm für Automobilzulieferer und deren Unterlieferanten.
Sie wird von allen Automobilherstellern akzeptiert.
Der Technische Standard ersetzt demnach QS 9000 und VDA 6.1 gleichzeitig.
TL 9000 Ein weltweiter Standard für QM-Systeme für die Telekommunikation, ausgehend aus den USA.
Strebt "Quality Excellence" an.
ISO/IEC 17025 Standards für Prüf- und Kalibrierlaboratorien, aufbauend auf ISO9000, und ergänzt um laborspezifische Elemente.
Die internationale Norm ISO/IEC 17025 ersetzt die europäische Norm EN45001.
EN 12798 Eine QM-Norm als Ergänzung zur ISO 9002.
Im Hinblick auf die Sicherheit bei der Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrenguttransporte). Ergänzt bestehende Vorschriften aus dem Gefahrengutrecht.
ISO 14001 Internationale Norm für Umweltmanagementsysteme.
Im Gegensatz zu EMAS privatwirtschaftliche Norm und international.
Schwerpunkt: Managementsystem.
Weitere Unterschiede: keine Umwelterklärung, keine Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung bezüglich Umweltauswirkungen
ISO 14040ff Ökobilanz-Normenreihe. Dient der Bilanzierung der Umweltauswirkung von Systemen.
Besteht aus ISO14040 (Rahmen), ISO14041 (Festlegung Ziel u. Untersuchungsrahmen, sowie Sachbilanz), ISO 14042 (Wirkungsabschätzung), ISO 14043 (Auswertung)
EG- Öko-Audit (EMAS) Eine Verordnung (EWG) über eine freiwillige Beteiligung an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung
Unternehmen können sich freiwillig ein Umweltmanagementsystem im Unternehmen einrichten und sich einer Umweltprüfung unterziehen.
Weitestgehende Übereinstimmungen mit der ISO 14001, aber zusätzliche Anforderungen.
Schwerpunkt: Umweltauswirkungen
Die Revision vom Herbst 99 bezieht die ISO 14001 mit ein. Unternehmen, die bereits nach ISO 14001 zertifiziert sind, müssen dann dem Umweltgutachter nur noch die Anforderungen nachweisen, die nicht durch die Norm abgedeckt sind.
SCC Safety Certification Contractors (Sicherheits Certifikat Contractoren)
Das SCC-Konzept beschreibt ein allgemeines Verfahren zur Zertifizierung eines Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Managementsystems.
SCC wird zur Zeit von fast allen Unternehmen der petrochemischen Industrie anerkannt.
Das SCC besteht im wesentlichen aus einer Checkliste, die in 10 Kategorien und 64 Fragen die Bereiche Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz beurteilt.
Man unterscheidet zwei Formen von SCC-Zertifikaten: SCC* (bis 35 Mitarbeiter) und SCC** (mehr als 35 Mitarbeiter).
BS 8800 Der British Standard 8800 (seit Mai 1996 in Kraft) ist eine Richtlinie für Arbeitsschutz- und Sicherheitsmanagementsysteme.
Er basiert auf ‚Guten Managementpraktiken‘ und soll die Integration von Arbeitsschutz und Sicherheit in ein bestehendes Gesamtsystem und dessen Aufrechterhaltung unterstützen.
Er ist als Leitfaden und Hilfesstellung für den Aufbau von Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystemen zu verstehen und nicht als in Deutschland zertifizierungsfähiger Standard.
SGU Sicherheit – Gesundheit – Umwelt
Allgemeine Verfahrensgrundsätze zur Integration von SGU-Aspekten in betriebliche Organisations- und Entscheidungsstrukturen werden beschrieben.
Es werden allgemeine Kriterien und Verfahren festgelegt zur Durchführung von Audits und Zertifizierungen von SGU-Managementsystemen.
An dem Verfahren können auf Antrag nur Mitgliedsbetriebe der Süddeutschen Metall-Berufsgenossenschaft teilnehmen.
Vorrangig kommen Unternehmen in Frage, die als sogenannte "Kontraktoren für technische Dienstleistungen " (vgl. SCC) tätig werden.
SA8000

SA=Social Accountability. Ein international anerkannter Sozialstandard, getragen von der SAI, www.sa-intrl.org.

  Regelt besonders das ethische Verhalten von Unternehmen in der Beschaffungskette (Supply Chain), z.B. bezüglich Kinderarbeit, Arbeitnehmerrechten etc.
Fachkraft für Arbeits- sicherheit Rechtsgrundlage für die Fachkraft für Arbeitssicherheit ist das Arbeitssicherheitsgesetz
Die Fachkraft für Arbeitssicherheit wird vom Unternehmer schriftlich bestellt und hat die Aufgabe, den Unternehmer und die sonst für den betrieblichen Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen in allen Belangen des Arbeitsschutzes zu beraten.
Dieses gilt inzwischen – abgesehen von einigen noch nicht abgelaufenen Übergangsfristen – für alle Unternehmen ab einem Mitarbeiter.
Gefährdungs- beurteilung Rechtsgrundlage für die Gefährdungsbeurteilung ist das Arbeitsschutzgesetz
Der Arbeitgeber wird darin verpflichtet, eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln und – wenn erforderlich - Maßnahmen des Arbeitsschutzes einzuleiten.
Das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die vom Arbeitgeber festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis ihrer Überprüfung muß dokumentiert sein für Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten.
Entsorgungs- fachbetrieb Ein Zertifikat für einen gewerbsmäßigen Entsorgungsbetrieb, der eine oder mehrere der folgenden Tätigkeiten durchführt: einsammeln, befördern, lagern, behandeln, verwerten und beseitigen von Abfällen.
Die Anforderungen an einen Entsorgungsfachbetrieb sind gesetzlich geregelt.
HACCP Die Lebensmittelhygiene-Verordnung stellt hygienische Anforderungen an das gewerbsmäßige Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln. Darüberhinaus fordert sie eine Systematisierung und Konkretisierung der schon bestehenden betrieblichen Eigenkontrollen. Diese Forderung kann durch ein HACCP-Konzept erfüllt werden.
HACCP-System (= Hazard analysis and critical control point) ist ein systematischer Ansatz zur Reduzierung mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Risiken bei Lebensmitteln mit folgendem Ablauf:
1 Gefahrenanalyse für den Prozessablauf
2 Identifizierung von möglichen risikoträchtigen (für das Lebensmittel) Punkten
3 Auswahl kritischer Punkte (haben wesentlichen Einfluß auf das Lebensmittel und sind durch zuverlässige Prüf- und Überwachungsmaßnahmen beherrschbar)
4 Einrichtung dieser Sicherungsmaßnahmen und Überwachen (Monitoring)
5 Regelmäßige Überprüfung (Verifizierung)
GMP 'Good manufacturing practice' übersetzt: 'Gute Herstellungspraxis' ist ein Vorschriftenwerk, das insbesondere bei der Herstellung von Arzneimitteln und hygienischen Produkten beachtet wird.
ISO 13485 Ein die ISO9001:2000 voll umfassendes Regelwerk, das zusätzlich Anforderungen für Medizinprodukte definiert.
Ersetzt die Norm EN 46001.

   

 


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